Sala´S kleine Kräuterkunde


Vorab sei gesagt:

Alle Angaben zu der Wirkung von Kräutern beruhen auf traditioneller Überlieferung und sollen lediglich als Überblick dienen.Der Besuch dieser Seite kann nicht den Besuch beim Arzt ersetzen. Für Informationen bezüglich der genauen Wirksamkeit, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen befragen sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.


Anis

Anis ist eine sehr alte Heil- und Gewürzpflanze. Der Anis stammt ursprünglich aus Asien und den südöstlichen Mittelmeerländern. In unseren Breiten ist er nur in Gärten oder im landwirtschaftlichen Anbau zu finden. Wilde Pflanzen sind sehr selten. Kann die Drüsen des Magen-Darm-Traktes anregen und wird gerne bei Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Koliken und Krämpfen eingesetzt.

Basilikum

Der Basilikum ist uns vor allem als Gewürzpflanze bekannt. Besonders zusammen mit Tomaten entfaltet er sein unvergleichliches Aroma. Doch Basilikum ist auch eine Heilpflanze.In der Naturheilkunde: Stärkt er nicht nur die Verdauungsorgane, sondern beruhigt auch die Nerven, lindert Migräne und leistet gute Dienste in der Frauenheilkunde

Bärlauch

Im Frühling gibt es Stellen im Wald, die stark nach Knoblauch duften. Dort wächst der Bärlauch, manchmal in grossen Familien, denn wenn er erst einmal irgendwo heimisch geworden ist, breitet er sich gerne üppig aus.Ein Kräuterquark mit reichlich Bärlauch gehört zu den leckersten Frühjahrserlebnissen und ist obendrein noch sehr gesund.In der Naturheilkunde: Fördert nicht nur die Verdauung, sondern verhindert auch Arteriosklerose und senkt den Blutdruck und kann somit sogar Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Dadurch ist der Bärlauch das reinste Labsal gegen Zivilisationskrankheiten.

Bohnenkraut

In der Naturheilkunde: Bohnenkraut wird vor allem verwendet bei Brechreiz, Darmkrämpfe, Durchfälle.

Dillspitzen

In der Naturheilkunde hat ähnlich wie sein Bruder, der Fenchel, zahlreiche Heilfähigkeiten. Besonders hervorzuheben ist seine milchfördernde Eigenschaft. Außerdem lindert er die Blähungen von Säuglingen.

Estragon

Der Estragon ist als Küchengewürz wohlbekannt, und wird vor allem in der französischen und italienischen Küche gern verwendet.
Sein Einsatz als Gewürz ist jedoch nicht nur wegen seines Geschmacks sinnvoll, sondern auch, weil er die Verdauungsorgane stärkt und dadurch bei der Verdauung von schweren Speisen hilft. Dass der Estragon jedoch auch noch andere Heilwirkungen hat, ist nur wenigen bekannt.In der Naturheilkunde: Stärkt die Verdauungsorgane stärkt und hilft bei der Verdauung von schweren Speisen.

Fenchel

Schon seit Jahrtausenden ist die Anwendung des Fenchels in der Heilkunde in vielen Teilen der Welt verbreitet. Selbst in der altchinesischen Heilkunde wurde der Fenchel bereits sehr geschätzt. Der Fenchel bietet uns gleich drei seiner Teile zum Benutzen an.In der Naturheilkunde: Seine samenähnlichen Früchte und die Wurzel werden vor allem bei Husten und Blähungen eingeset

Ingwer

Ingwer wird als Gewürz immer beliebter in Mitteleuropa, wahrscheinlich auch, weil die exotische Küche sich immer mehr verbreitet. In vielen Lebensmittelläden erhält man inzwischen schon frische Ingwerwurzeln. Aber nicht nur als exotisches Gewürz ist Ingwer geeignet. In der Naturheilkunde: Die besondere Fähigkeit ist die Beseitigung von Übelkeit.

Löwenzahnkraut

Schon kleine Kinder kennen den Löwenzahn und freuen sich an den lustigen Pusteblumen, mit denen sie ihn immer weiter verbreiten. Auf fast jeder Wiese steht er, und nur wenige wissen, daß er eine vorzügliche Heil- und Küchenpflanze ist. In meinem Garten darf er sich an einigen Stellen frei entfalten, weil ich ihn für schön und wichtig halte.In der Naturheilkunde: Bei Magen-Und Darmbeschwerden sowie zur verstärkten Harnausscheidung. Auch als Appetithemmer bekannt.

Melisse

Die Melisse ist eigentlich eine südeuropäische Pflanze. Da sie aber so vielfältige Heilwirkungen hat, wird sie schon lange in mitteleuropäischen Gärten angebaut. Im Mittelalter musste sie sogar per Verordnung in jedem Klostergarten angebaut werden, weil sie schon damals für sehr wertvoll und unentbehrlich gehalten wurde.
Sie riecht beim Zerreiben leicht zitronenartig, daher wird sie auch oft Zitronenmelisse genannt. Wenn sie einmal in einem Garten heimisch geworden ist, wuchert sie Jahr für Jahr vor sich hin und bietet sich als Haustee und vielfältige Medizin an. In der Naturheilkunde: Das Haupteinsatzgebiet der Melisse ist die Beruhigung des Nervensystems, womit sie gegen nervöse Herzbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhe, Reizbarkeit und viele andere nervlich bedingte Beschwerden helfen kann.

Majoran

Majoran ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblüter. Er kommt meistens nicht wild, sondern nur kultiviert vor. Der Majoran wird vorwiegend als Gewürz in der deftigen Küche verwendet. Hier hilft er auch, die schweren Speisen zu verdauen, denn er stärkt die Verdauungsorgane.In der Naturheilkunde:Ausserdem stärkt er die Menstruation und hilft gegen Erkältungen. Äusserlich angewandt kann er nicht nur die Hautheilung fördern, sondern auch Kopfschmerzen lindern. Babies hilft er in Form der traditionellen Majoran-Salbe gegen Blähungen und Schnupfen.

Oregano

Dost ist den meisten von uns unter dem Namen Oregano vor allem als Gewürz auf der Pizza bekannt und unentbehrlich. Kaum jemand weiß, dass die Pflanze auch in unseren Breiten wild in der Natur vorkommt und dass sie ausser Gewürz auch eine Heilpflanze ist.In der Naturheilkunde: Kann antiseptisch wirken. Hilft bei Blähungen, Husten, Krampfhusten und Keuchhusten sowie bei Mund- und Rachenentzündungen.

Odermennig

Schon Plinius und Dioskurides in der Antike kannten und empfahlen den Odermennig. Im Mittelalter gehörte Odermennig zu den häufig verordneten Heilpflanzen. Heutzutage hat er an Bedeutung verloren, weil es viele Pflanzen gibt, die, wie er, bei Problemen des Verdauungssystems und des Harnapparates helfen, aber in Teemischungen für Sänger und Redner können wir ihn immer noch oft antreffen.Kann schmerzlindernd und somit ein perfektes Schmerzmittel sein.

Petersilie

Die Petersilie ist das bekannteste Kraut der deutschen Küche. In den meisten Küchengärten kann man die Petersilie antreffen, die es sowohl mit glatten oder mit den dekorativen krausen Blättern gibt.In der Naturheilkunde: Einerseits wirkt sie durch ihren hohen Vitamin C Gehalt belebend und hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit. Sie regt aber auch den gesamten Verdauungsvorgang an und wirkt harntreibend und förderlich auf Niere und Blase.Eine besonders ausgeprägte Wirkung hat die Petersilie auch auf die Fortpflanzungsorgane der Frauen. Sie fördert die Menstruation, lindert Menstruationsbeschwerden und kann auch bei der Geburt hilfreich zur Seite stehen.

Rosmarin

Rosmarin ist im Mittelmeerraum heimisch, wird aber gerne in Deutschland angebaut. In der Naturheilkunde: Mit seiner anregenden Wirkung ist er unter den Heilpflanzen relativ selten, daher spielt er bei der Behandlung von niedrigem Blutdruck eine wichtige Rolle. Morgendliche Armbänder in Wasser mit ätherischem Rosmarinöl können kleine Wunder wirken. Aber auch sonst hat er ein breites Wirkungsspektrum.

Salbei

Der Salbei gehört zu den Kräutern, die im Mittelmeerraum heimisch sind, bei uns aber auch gut gedeihen. An der richtigen Stelle im Garten gepflanzt wuchert er über mehrere Quadratmeter.In der Naturheilkunde: Sein Spezialgebiet ist die zusammenziehende und desinfizierende Wirkung. Dadurch wirkt er gut bei Halsschmerzen und ist bei Halsentzündungen aller Art die Pflanze der Wahl. Der Salbei hat außerdem eine ausgesprochen schweiß hemmende Wirkung.

Schafgarbe

Dieses Kraut verwendet man bei Verdauungsstörungen und Koliken. Äußerlich kann sie ähnlich wie die Kamille verwendet werden.Sie wächst auf Wiesen und an Wegrändern und ist mir schon aus der frühen Kindheit bekannt, weil ihre Stengel so zäh sind, und sie deshalb schlecht für kindliche Blumensträuße geeignet ist.

Schnittlauchflocken

In der Naturheilkunde: In der Zeit, wenn er im Frühling aus der Erde sprießt, brauchen wir ihn am allernötigsten, denn er vertreibt die Frühjahrsmüdigkeit, reinigt das Blut und liefert uns Vitamin C.

Süßholzwurzel

Das Süssholz ist die Wurzel der subtropischen Süssholzpflanze. Der Saft der Süssholzwurzel ist der Ausgangsstoff für Lakritze. Süssholz ist aber auch eine vielseitige Heilpflanze.In der Naturheilkunde: Es hilft gegen Husten, Magengeschwüre und Kopfschmerzen und stärkt außerdem niedrigen Blutdruck. Mit seiner blutreinigenden Fähigkeit ist das Süßholz auch ein wertvoller Begleiter bei Schlankheitskuren oder gegen rheumatische Erkrankungen.

Wacholderbeeren

Die säulenartigen Wacholderbüsche stehen in vielen Gärten. Früher standen sie dort, weil sie eine ganze Hausapotheke in sich vereinigen, heute ist es eher das gute Aussehen und die langsame Wachstumsgeschwindigkeit, die Gartenbesitzer zum Anpflanzen des Wacholders bringen.Wild wächst der Wacholder in grossen Mengen in der Lüneburger Heide, aber auch in anderen Gegenden wächst er vereinzelt wild. Er gedeiht bis ins Hochgebirge.In der Naturheilkunde: Die Wirkung des Wacholders reicht von der Förderung der Verdauung über die Harnorgane bis zum Atmungsapparat und Infektionskrankheiten.

Zinnkraut (Schachtelhalm )

Vor ca. 400 Millionen Jahren war der Schachtelhalm baumgross und bevölkerte riesige Wälder zusammen mit Riesenfarnen und Moosen. Wie diese so hat auch der Schachtelhalm keine Blüten sondern vermehrt sich durch Sporen.Im Frühjahr ist der Schachtelhalm eine blassgebliche stengelartige Pflanze, die nach kurzer Zeit verschwindet. Später wachsen dann grüne Sommertriebe, die früher gerne zum Putzen von Metall verwendet wurden, woher auch der Name Zinnkraut kommt.Zinnkraut (Schachtelhalm ) Ein pflanzliches Arzneimittel welches innerlich Anwendung zur Durchspülung der ableitenden Harnwege und bei posttraumatischen und statischen Ödemen findet. Äußerlich wir die Behandlung schlecht heilender Wunden unterstützt

Zitrone/Zitronenschalen

Die Zitrone ist die saure Frucht schlechthin.Sie wird immer dann genutzt, wenn ein Getränk oder eine Speise saure Frische braucht.Diese Säure belebt, regt den Appetit an und bringt die Verdauung in Schwung.Durch ihren Vitamin-C Gehalt hilft die Zitrone auch gegen Frühjahrsmüdigkeit und Abwehrschwäche.Das erklärt auch die kräftige wirkung einer heissen Zitrone, wenn man eine Erkältung verhindern oder lindern will.Doch nicht nur der Zitronensaft kommt im Alltag und in der Heilkunde zum Einsatz. Die würzige Schale der Zitrone ergibt einen schmackhaften Tee und das ätherische Öl wird überall dort eingesetzt, wo es auf ein frisches Aroma ankommt.In der Naturheilkunde: Sie sorgt für einen flachen Bauch, da sie Blähungen lindert. Die Zitronenschale hilft bei der Reinigung der Leber, da sie die Ausscheidung von Schadstoffen fördert. Sie unterstützt die Verdauung und beugt Verstopfung vor.